FAQ
- Bietet RaVoR™ Temperaturkontrolle?
- Wie hoch ist die Temperatur im Gewebe?
- Schaltet sich Ihr Gerät bei zu hoher Leistung automatisch ab?
- Haben sie einen Timer?
- Wie oft kann man die Sonden wiederverwenden?
- Wie viel Energie wird appliziert?
- Wie gut sind die Erfolge der RaVoR™?
- Wie gut ist die Toleranz der Therapie seitens der Patienten?
- Wann erfolgt vollständige Abheilung?
- Auf welcher Frequenz arbeitet Ihr Radiofrequenz-Gerät?
Bietet RaVoR™ Temperaturkontrolle?
Nein, eine Temperaturkontrolle ist nicht notwendig.
Bei der RaVoR™ Methode wird ausreichend Energie appliziert, um das Gewebe zu erhitzen und die Läsion zu schaffen, aber nicht so viel, um zu einer Austrocknung zu führen.
Bei der definierten Intensitätseinstellung am Gerät ist laut OP-Protokoll eine entsprechende Applikationszeit vorgegeben. Zu Ihrer Sicherheit verfügt unser Generator zusätzlich über die AutoRF™-Funktion, die bei erhöhtem Gewebewiderstand, also bei Beginn unerwünschter Austrocknung des behandelten Areals, die Leistung drastisch nach unten regelt und damit garantiert, dass Sie optimale chirurgische Ergebnisse ohne eine unnötige Schädigung erhalten.
Temperatur zu messen und daran die Leistungsabgabe der Hitzequelle zu koppeln wäre sehr aufwendig, ein solches System würde vergleichsweise träge reagieren und durch ein ständiges Nachregeln die Applikationszeit verlängern. Um das System verlässlich zu machen darf das Messinstrument nicht gleichzeitig als Hitzequelle dienen oder es muss sehr gut, also aufwendig, isoliert sein um überhaupt verlässliche Messeergebnisse zu liefern. All das gilt analog auch für eine Thermokopplung, die den Gewebezustand überwachen und die Leistung des Generators steuern soll.
Wie hoch ist die Temperatur im Gewebe?
Wenn nach den Vorgaben in dem von uns angebotenen OP-Leitfaden gearbeitet wird, liegt die Temperatur im Gewebe in der Regel zwischen 60°C und 100°C. Das Gewebe wird also erhitzt, es kocht aber nicht und trocknet damit nicht aus.
Schaltet sich Ihr Gerät bei zu hoher Leistung automatisch ab?
Die AutoRF™-Funktion des BM-780 II regelt die Leistung bei erhöhtem Gewebewiderstand drastisch zurück. Bei zu hoher Leistungseinstellung kann es jedoch zu unerwünschten Effekten kommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Vorgaben aus unserem OP-Leitfaden unbedingt eingehalten werden. Dieses erprobte OP-Verfahren haben wir in enger Zusammenarbeit mit unseren klinischen Partnern erarbeitet um, trotz des naturgemäß fehlenden visuellen Feedbacks bei der interstitiellen Anwendung, optimale Ergebnisse zu erzielen.
Haben sie einen Timer?
Dank der Verwendung bipolarer Technik und der damit gesteigerter Effizienz der Behandlung, die nun nur noch max. 9 Sekunden je Einstichstelle dauert, ist ein Timer kaum notwendig. Wir liefern im Setumfang einen kleinen Timer. Diesen kann man, falls gewünscht, für die Zeitmessung verwenden.
Wie oft kann man die Sonden wiederverwenden?
Für die Aufbereitung unserer Sonden gelten die allgemeinen Richtlinien zur Desinfektion, Reinigung und Sterilisation wiederverwendbarer chirurgischer Instrumente. Bei sachgemäßer Behandlung garantieren wir 20 Anwendungen, zahlreiche Kunden berichten uns, dass bei entsprechender Pflege die autoklavierbaren Sonden problemlos weit öfter als 20 Mal eingesetzt werden konnten. Entscheidend ist, dass die Instrumente vor jedem Eingriff kurz inspiziert werden. So können Beschädigungen der Sonden vor dem Eingriff erkannt und die Instrumente ausgetauscht werden.
Wie viel Energie wird appliziert?
Bei neun Sekunden und einer Intensität von ca. 6 Watt (entspricht der Leistungseinstellung von "2" am Radiofrequenz-Generator) und einer Applikationszeit von 5-9 Sekunden werden etwa 25-55 Joule appliziert.
Es kann also mit einer sehr geringen Leistung eine ausreichend große Läsion erreicht werden. Möglich wird dies durch den Einsatz bipolarer Technik und eine optimal an die anatomischen Gegebenheiten angepasste Form der Elektroden. Dieses Zusammenspiel ergibt den hohen Wirkungsgrad.
Wie gut sind die Erfolge der RaVoR™?
Bei entsprechend sorgfältiger Auswahl der Patienten werden die Ergebnisse der RaVoR™ an der Nasenmuschel mit weit mehr als 90% Erfolgsquote angegeben.
Wie gut ist die Toleranz der Therapie seitens der Patienten?
Die Toleranz der Behandlung durch die Patienten ist sowohl intra-, als auch peri-operativ ausgesprochen gut.
Nach der RaVoR™-Behandlung hypertropher Nasenmuscheln treten postoperativ meistens keine Schmerzen oder Komplikationen auf. Lediglich ein vorübergehendes Anschwellen der Nasenmuscheln und eine damit verbundene Obstruktion treten auf.
Wann erfolgt vollständige Abheilung?
Eine vollständige Abheilung erfolgt mehrere (drei bis vier) Wochen nach dem Eingriff.
Auf welcher Frequenz arbeitet Ihr Radiofrequenz-Gerät?
Diese Frage lässt sich nicht in einem Satz beantworten weil die Frequenz für jeden Modus optimal angepasst wurde und aus diesem Grund variiert. Die optimale Abstimmung verschiedener Parameter ist ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis. Dazu zählen neben der Frequenz auch eine entsprechende Modulation des Radiofrequenz-Stromes, eine automatische Steuerung der Leistung in Abhängigkeit vom Gewebezustand durch die AutoRF™-Funktion und letztens auch die Geometrie der Sonden. Auch das Verhalten des Operateurs hat natürlich einen entscheidenden Einfluss auf den Behandlungserfolg.
Ein erprobtes und sicheres Verfahren bei dem all diese Faktoren optimal aufeinander abgestimmt sind und bei dem der Operateur kompetent begleitet wird sind der Schlüssel zu einer möglichst schonenden und erfolgreichen Behandlung.
Unser Radiofrequenzgerät arbeitet auf diesen Frequenzen:
- beim Schneiden mit 0,92 MHz
- beim Koagulieren zwischen 0,46 MHz und 1,23 MHz