FAQ
- Mit welcher Leistungseinstellung erreicht man optimale Ergebnisse?
- Wie arbeite ich mit der To-BiTE™ am effektivsten?
- Muß ich beim Präparieren der Tonsillen mit der To-BiTE™ dauernd koagulieren?
- Wird der Einsatz weiterer Hilfsmittel oder Geräte empfohlen?
- Kann ich die To-BiTE™ an meinen HF-Generator anschließen?
- Wird für die To-BiTE™ eine spezielle Absaugvorrichtung benötigt?
- Ist die To-BiTE™ wieder verwendbar?
- Wie wird die To-BiTE™ gereinigt und aufbereitet?
- Reicht die Länge der To-BiTE™ aus?
- Wie ist der Wundschmerz nach einer Tonsillektomie mit der To-BiTE™ im Vergleich zu den Methoden, bei denen die Blutung zum Schluss gestillt wird?
- Wie ist die Gefahr einer Nachblutung nach einer Tonsillektomie mit der To-BiTE™ einzuschätzen?
Mit welcher Leistungseinstellung erreicht man optimale Ergebnisse?
Es steht dann genügend Leistung zur Verfügung, wenn Ihr HF-Gerät auf etwa 30-40 Watt eingestellt ist. Bei unserem BM-780 II entspricht das etwa der Stufe 6 bis 7.
Wie arbeite ich mit der To-BiTE™ am effektivsten?
Die Tonsille wird mit einer Tonsillenzange gefasst und medial unter Zug genommen. Damit wird das Öffnen des Bindegewebes durch Koagulation und das anschließende Hineindrücken des Instruments an dieser Stelle erleichtert. Ständig unter Zug wird die Tonsille dann spreizend und rupfend frei präpariert. Dabei können blutende Gefäße sofort koaguliert werden und Blut gleich abgesaugt werden. Es hat sich bewährt, das Freipräparieren am unteren Pol zu beginnen, um so schnell die großen Gefäße zu schließen.
Muß ich beim Präparieren der Tonsillen mit der To-BiTE™ dauernd koagulieren?
Nein, der Koagulationsstrom wird nur gelegentlich zur gezielten Schwächung von Bindegewebe sowie zur Blutstillung aktiviert.
Wird der Einsatz weiterer Hilfsmittel oder Geräte empfohlen?
Es empfiehlt sich mit einer Vergrößerung zu arbeiten, am besten geeignet erscheint eine Lupenbrille (3,5-fache Vergrößerung bei ca. 30 cm Abstand), die neben einer ausreichenden Vergrößerung auch Bewegungsfreiheit ermöglicht. Auch ein Mikroskop ist geeignet. Dank der Vergrößerung können Gefäße besser erkannt und eine Blutung effektiver gestillt werden bzw. Gefäße präventiv verschlossen werden.
Kann ich die To-BiTE™ an meinen HF-Generator anschließen?
Ja, das Instrument kann mit allen HF-Generatoren, die eine ausreichende bipolare Leistung liefern (mindestens 50 Watt Maximalleistung) verwendet werden. Bedingt durch den Aufbau der To-BiTE™ wird ein spezielles Kabel benötigt. Wir bieten Anschlusskabel für alle gängigen Geräte an.
Wird für die To-BiTE™ eine spezielle Absaugvorrichtung benötigt?
Nein, die To-BiTE™ kann an einen vorhandenen OP-Sauger angeschlossen werden.
Ist die To-BiTE™ wieder verwendbar?
Ja, das Instrument ist selbstverständlich autoklavierbar und wieder verwendbar.
Wie wird die To-BiTE™ gereinigt und aufbereitet?
Das Lumen der To-BiTE™ sollte sofort nach dem Eingriff gut gespült und mit der mitgelieferten Bürste gereinigt werden, um so das Saugrohr frei zu halten. Danach wird die To-BiTE™ manuell vorgereinigt, maschinell gespült, desinfiziert und sterilisiert.
Wir raten von der Aufbereitung nach dem Sterrad®-Verfahren ab, weil es die Lebensdauer des Instruments verkürzt.
Bitte beachten Sie dazu unbedingt die Hinweise in der Gebrauchsansweisung der To-BiTE™.
Reicht die Länge der To-BiTE™ aus?
Die Länge des Instruments war bisher in allen Fällen ausreichend.
Wie ist der Wundschmerz nach einer Tonsillektomie mit der To-BiTE™ im Vergleich zu den Methoden, bei denen die Blutung zum Schluss gestillt wird?
Tendenziell besser weil Gefäße sofort identifiziert und sofort durch gezielte kurze Koagulation verschlossen werden können, noch vor einer Retraktion geöffneter Gefäße ins Muskelgewebe. Dadurch ist weniger Gewebe zerstörende Koagulation notwendig.
In Kombination mit einer Lupenbrille oder einem Mikroskop kann der Nervus Glossus Pharyngicus häufig erkannt und geschont werden.
Wie ist die Gefahr einer Nachblutung nach einer Tonsillektomie mit der To-BiTE™ einzuschätzen?
Nachblutung kann zwar nicht ganz ausgeschlossen werden, potenziell ist die Gefahr jedoch geringer als bei vielen anderen Methoden, weil blutende Gefäße sofort identifiziert werden können und die Blutung sofort gestillt werden kann. Wenn zu der To-BiTE™ zusätzlich eine Lupenbrille oder ein Mikroskop verwendet wird, ist der Verschluss von Gefäßen dank besserer Detaildarstellung noch effektiver.